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M.Gaugisch - letzten Samstag zu Gast in Zwickau / Foto: M.Unger

14.04.2022 20:16 Uhr - 1. Bundesliga - PM DHB, PM SG BBM, red

Markus Gaugisch übernimmt die Handball-Nationalmannschaft der Frauen des Deutschen Handballbundes - mit vorgezogenem Einstieg bei Lehrgang und Länderspielen in der kommenden Woche.

Sein zunächst bis 2024 geschlossener Vertrag gilt für die Saison 2022/23 noch in Doppelfunktion und hat eine Option bis 2026. Der Schwabe, der am 20. April 48 Jahre alt wird, trainiert derzeit die SG BBM Bietigheim, den wettbewerbsübergreifend seit 44 Spielen siegreichen Tabellenführer der Handball Bundesliga Frauen sowie Teilnehmer der Final 4-Turniere um den DHB-Pokal und die European League. Gaugisch tritt die Nachfolge des Niederländers Henk Groener an, der seinen zum Ende dieses Monats auslaufenden Vertrag nicht verlängert hatte.

"Ich bin Feuer und Flamme: Es ist ein Traum, die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen zu trainieren - verbunden mit der Aussicht auf Europa- und Weltmeisterschaften und die Olympischen Spiele", sagt Markus Gaugisch in seinem ersten Statement als neuer Handball-Bundestrainer der Frauen.
"Ich bin der SG BBM Bietigheim sehr dankbar, dass der Weg in diese neue Rolle so problemlos und unterstützend funktioniert hat. Die Ziele der Nationalmannschaft und der SG BBM Bietigheim sind identisch. Wir wollen Spiele gewinnen und dafür werde ich auf beiden Seiten alles geben", so Markus Gaugisch weiter.

"Die Modalitäten des vorzeitigen Einstiegs in Gaugischs neue, vorerst zusätzliche Aufgabe klärten Lena Backhaus als Geschäftsführerin der SG BBM Bietigheim und Mark Schober in offenen und transparenten Gesprächen", berichtet der Deutsche Handballbund in seiner Pressemeldung.
"Wir sind dankbar, dass Bietigheim unser Ansinnen aufgenommen und mit einem hohen Maß an Flexibilität gemeinsam mit uns eine Lösung gefunden hat", sagte Mark Schober, Vorstandvorsitzender des Deutschen Handballbundes.
Als Bundestrainer Frauen des Deutschen Handballbundes erhält Gaugisch einen Vertrag bis 2024, der sich bei Qualifikation für die Olympischen Spiele automatisch bis April 2026 verlängert und damit auch die Weltmeisterschaft im Dezember 2025 umfasst. Ausrichter dieses Turniers werden Deutschland und die Niederlande sein.

Olympia 2024 das Ziel

"Wir sind davon überzeugt, mit Markus Gaugisch als Bundestrainer und unserer Frauen-Nationalmannschaft in den kommenden Jahren die hochgesteckten Ziele erreichen zu können. Es geht um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2024 und das Halbfinale der WM 2025", sagt Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes.
„Mit der Entscheidung für Markus Gaugisch als Bundestrainer unserer Frauen-Nationalmannschaft soll er zugleich eine treibende Kraft in der Reform des Frauenhandballs sein", so Michelmann weiter.
"In der Besetzung dieser Position war es dem Präsidium wichtig, einen kommunikativen Trainer mit nationaler und internationaler Kenntnis des Frauenhandballs zu finden. Zudem ging es um die Qualität, eine Mannschaft entwickeln, aber auch im Spiel zu führen. Hinzu kommt der kontinuierliche Kontakt mit der Liga und den Vereinen der Spielerinnen", so der Verband in seiner Pressemeldung. Michelmann fügt an: "Ich weiß, dass die Trainer der Handball Bundesliga Frauen großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Bundestrainer legen - die Voraussetzungen dafür sind mit Markus Gaugisch nun gegeben."
"Markus Gaugisch lebt Handball durch und durch. Er war selbst Bundesligaspieler, er ist Trainer, Kommunikator und Pädagoge", sagt Axel Kromer, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes. "Ich bin froh, dass wir in Absprache mit der SG BBM Bietigheim einen vorzeitigen Start von Markus Gaugisch bereits in der kommenden Woche ermöglichen und diese Maßnahme so optimal nutzen können. Über die Doppelfunktion in der kommenden Saison kann das Netzwerk zwischen Nationalmannschaft und Bundesliga weiterwachsen."
"Die gesamte Handball Bundesliga Frauen und ich persönlich wünschen Markus Gaugisch viel Erfolg", sagt Andreas Thiel, HBF-Vorsitzender und Mitglied des DHB-Präsidiums. "Kommunikation ist ein Schlüssel in der Zusammenarbeit. Wir gehen davon aus, dass sich Markus Gaugisch neben der Arbeit mit dem A-Team für alle gewinnbringend in Diskussion und Strukturentwicklung des Frauenhandballs einbringt - Jugendförderung und Änderung der Altersklassen sind nur zwei von vielen Aspekten."

Über Markus Gaugisch

Der in Göppingen geborene Gaugisch war 1993 mit dem TSV Heiningen Deutscher Meister der A-Jugend, spielte später mit dem VfL Pfullingen in der Bundesliga.
Privat ist Markus Gaugisch ist mit einer ehemaligen Zweitliga-Handballerin verheiratet und Vater von zwei ebenfalls Handball spielenden Kindern. Nach seiner aktiven Karriere führte er als Trainer den TV Neuhausen in das Handball-Oberhaus. Danach folgten zwei erfolgreiche Jahre beim Erstligisten HBW Balingen-Weilstetten.
Unter seiner Regie wurde 2021 der DHB-Pokal sowie der Supercup gewonnen. Seit beeindruckenden 44 wettbewerbsübergreifenden Begegnungen sind die SG-Ladies siegreich und stehen derzeit verlustpunktfrei an der Tabellenspitze der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Außerdem qualifizierten sie sich sowohl das Final Four der European League sowie das OLYMP Final4 der HBF erreicht.

"Wir freuen uns natürlich sehr für Markus Gaugisch und auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit im Club bis Ende Juni 2023 sowie für die deutsche Nationalmannschaft", erklärte Gerrit Winnen. Der Sportdirektor der SG BBM Bietigheim Frauen fügte mit Blick auf die Entscheidung an: "Für die SG BBM ist diese Situation nicht neu. Im Jahr 2019 ist Erfolgstrainer Martin Albertsen bereits dem Ruf eines Nationalteams gefolgt, damals dem der Schweiz. Nach transparenten Gesprächen in den letzten Wochen besteht nun frühzeitig Klarheit und es bleibt uns ausreichend Zeit, den nächsten Volltreffer für die SG-Trainerbank zur Saison 2023/24 zu finden."

Start am Ostermontag

Der Lehrgang ab Ostermontag in Hennef dient als Vorbereitung für ein Länderspiel-Doppel in Almere: Gegen Griechenland geht`s am Donnerstagabend als klarer Favorit um die Qualifikation für die EHF EURO 2022 (ab 19.30 Uhr live bei Sportdeutschland.TV), am Samstag folgt um 16 Uhr ebenfalls im Topsportcentrum Almere ein Freundschaftsspiel gegen Gastgeber Niederlande - auf Seiten der gegnerischen Mannschaft wird Markus Gaugisch zahlreiche Spielerinnen sehen, die aktuell oder früher in Bietigheim spielten.

"Die Nationalmannschaft hat eine gute Altersstruktur und kann miteinander wachsen. Auf die Arbeit von Henk Groener möchte ich mit eigenen Ideen aufbauen", sagt Markus Gaugisch, der als neuer Bundestrainer der Handball-Nationalmannschaft der Frauen aus Deutschland anfügt: "Langfristig geht es darum, wie wir gemeinsam mit den Vereinen die individuelle Qualität aller Spielerinnen erhöhen können. Ich freue mich auf die Kommunikation mit den HBF-Klubs, damit wir optimal zusammenarbeiten können."
Bis zum Ende der nächsten Saison wird dies noch in Doppel-Funktion erfolgen. "Selbstverständlich werde ich mit demselben Engagement wie bisher versuchen, mit der SG BBM Bietigheim möglichst viele Titel zu gewinnen. Ich bin noch lange nicht zufrieden und spüre täglich, dass die Mannschaft den Weg weiter gehen will. Diese gemeinsamen Ziele bleiben von dem Engagement beim DHB unbeeinflusst", betont Markus Gaugisch.
"Die Möglichkeit, die deutsche Nationalmannschaft trainieren zu dürfen, ehrt und freut mich sehr. Allein die Chance zu haben, an Olympischen Spielen und Welt- oder Europameisterschaften teilnehmen zu können, war schon immer mein Traum. Diesen kann ich jetzt aktiv beeinflussen", fügt Markus Gaugisch mit Blick auf die neue Aufgabe als Bundestrainer und die Ziele mit der Handball-Nationalmannschaft der Frauen aus Deutschland an.