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Als das Spiel zwischen dem Aufsteiger aus Zwickau und dem 1.Liga Dino aus Leverkusen pünktlich 18:00 Uhr angepfiffen wurde, lag ein gewisses Knistern in der Luft. Alle Zuschauer, Fans kamen irgendwie „aufgekratzt“ in die Halle. Alle waren froher Hoffnung, dass es an diesem Abend mit dem ersten Punktgewinn für die Gastgeberinnen klappen könnte. Als nach 60 Minute, bei einem überraschend klaren 29:22 (17:10) Spielstand der Abpfiff ertönte, war es auf dem Parkett und auf den Rängen eine richtige Explosion der Gefühle.

Beide Teams wollten ihr Ausscheiden aus dem DHB-Pokal mit einem Erfolg in diesem Spiel vergessen machen. Das ist allerdings nur dem Zwickauer-Team gelungen und das auch auf überzeugende Art und Weise. Das Duell der „Enttäuschten“ wurde von der 1.Minute an von den Muldestädterinnen bestimmt. So ließen die Frauen um die Regisseurinnen Pia Adams und Diana Dögg Magnusdottir, dem Favoriten aus Leverkusen nur begrenzten Raum zum Spielaufbau. Diese Tatsache konnte auch Gästetrainer Martin Schwarzwald nicht vom Tisch wischen. „wir hätten von Beginn an besser im Spiel sein müssen“. Mit einem erfolgreich verwandelten Strafwurf begann durch Pia Adams der Torreigen, dem prompt der Ausgleich (3.) durch Nina Klein (4 Tore) folgte. In den folgenden acht Minuten schlug es nur noch im Kasten von Leverkusen ein, Magnustottir, Pester und Ertl (2) legen ein 5:1 (8.) vor. Im Nachhinein kann man sagen, das war der Grundstein zum Erfolg. In einem umkämpften Spiel gaben die Zwickauerinnen über die Gesamte Spielzeit nie die Regie und die Führung aus der Hand. Wenn auch das Schwarzwald-Team besser in die Begegnung fand und durch Annefeur Bruggeman den 9:8 (19.) den Anschlusstreffer schaffte, doch mehr ging dann nicht. In den folgenden sechs Minuten blieb Zwickau ohne Gegentor und baute den Abstand auf sechs Treffer aus, dabei trafen Ema Hrvatin (2), Choinowski und Adams (2) zum Zwischenstand von 14:8/26. aus. Bis zum Pausenpfiff änderte sich am Spielverlauf nichts. Den Halbzeitstand von 17:10 sicherten Hrvatin und Nagy (beide 4 Tore).

Auf den Zuschauerrängen war die Freude über die gezeigten Leistungen ihrer Mannschaft groß, gleichzeitig stellte man sich aber auch die Frage, halten wir das durch? Dabei war nicht unbedingt die Physis gemeint, sondern die Psyche. Zu oft hatte eine schwächere Phase im Spiel die Punkte gekostet. Diese Bedenken wurden aber immer weiter in den Hintergrund gedrängt.

Petra Nagy legte nach Wiederanpfiff gleich nach (18:10) und auch in einer kurzen 4:6 Unterzahl erhöhten die Gastgeberinnen weiter auf (20:12/37).  Diesen Abstand verteidigte das Team vom Trainer-Duo Norman Rentsch, Dietmar Schmidt mit „Mann und Maus“ und unter großen Jubel auf den Rängen, bis zum Schlusspfiff.

Neben einer guten Abwehrarbeit, konstruktiven Angriffsspiel, war besonders Torhüterin Nele Kurzke einer der Garanten dieser bisher besten Saisonleistung und in der Klarheit des überraschenden Sieges. Neben unzähligen Paraden aus dem Spiel heraus, war sie für 4 Fehlwürfe vom 7m-Punkt der Gäste verantwortlich und erzielte in der 27.Minute das Tor zum 15:9 selbst. Sie war es auch die der Gästetrainer als erstes nannte, als er für die Gründe der Niederlage angesprochen wurde. Auch Norman Rentsch hatte viele lobende Worte für Nele, aber er betonte besonders die Mannschaftsleistung. „Nach den vergangenen, nicht einfachen Wochen, haben wir heute zu unserem Spiel gefunden und dies über die gesamte Zeit durchgehalten“. so der Trainer in der Pressekonferenz.

Mit diesem Sieg klettern die BSV Frauen auf Platz elf der Tabelle, einen hinter dem TSV Bayer 04 Leverkusen. Am Mittwoch muss der BSV zum Tabellendritten nach Metzingen reisen.

Zwickau: Zenner, Kurzke (1), Szott; Wick, Hausherr (1/1), Rösicke, Magnusdottir (4), Adams (5/3), Fege, Nagy (4), Stojkovska, Choinowski (4), Pester (3), Hrvatin (4), Frankova, Ertl (3); 

Leverkusen: Graovac, Zuzic; Thomaier (5/2), Jurgutyte (4), Hinkelmann, Klein (4), Cormann, Bruggeman (2), Kaludjerovic (2), Ronge (1), Huber (3), Veit (1); 

SR: Heine/Standke (Wendeburg/Göttingen) – Z: 370. – Zeitstrafen: 10:10 Minuten (Pester (2), Adams, Nagy, Choinowski – Thomaier (2), Cormann, Kaludjerovic, Huber.