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Zum Auftakt in die Vorrunde der A-Jugend-Bundesliga gab es für die Zwickauerinnen gegen den Berliner TSC eine Niederlage. Die Trainerin bleibt trotzdem optimistisch.

Zwickau. Daniela Diener brauchte ein paar Stunden, um das Spiel der A-Jugend-Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau am Sonntagnachmittag zu verdauen. Gegen den Berliner TSC unterlag die von ihr und Alin Bosneac betreute Mannschaft zum Auftakt der Vorrunde in der Jugend-Bundesliga 19:24 (11:15) - und die Trainerin haderte danach vor allem mit einer Sache: der Leistung im Angriff. "Das Ergebnis entspricht eigentlich nicht ganz dem Spielverlauf. Aber wir haben einfach zu viele technische Fehler gemacht, uns zu viele Ballverluste eingehandelt und auch bei der Wurfeffektivität hat es geklemmt. Es waren, glaube ich, 19 Fehlwürfe auf unserer Seite am Ende", sagt Diener. Einen zu großen Vorwurf will sie ihrem Team jedoch nicht machen.

BSV muss schmerzhafte Abgänge verkraften

Das liegt auch daran, weil der BSV in seinem dritten Bundesligajahr drei schmerzhafte Abgänge verkraften muss. Neben Finia Wolf, die nach Rostock gewechselt ist, fehlen der A-Jugend mit Jasmina Gierga und Lea Walkowiak wichtige Stützen. Beide sind aufgrund ihres Alters nicht mehr in der Altersklasse spielberechtigt. Zwar haben sich die Zwickauerinnen mit zwei Handballerinnen aus Rödertal und Meißen verstärkt und auch den eigenen Nachwuchs mit hochgezogen, doch der brauche noch Zeit. "Man hat gemerkt, dass die sehr jungen Spielerinnen noch sehr nervös waren. Das darf man ihnen auch zugestehen. Hinzu kommt eine ganz andere Spielhärte, die sie so bisher nicht unbedingt gewöhnt sind", erzählt die Trainerin. Auf der anderen Seite sah Daniela Diener am Sonntag in der Abwehr eine sehr starke Leistung. Dort habe man früh die angedachte 5:1-Deckung auf eine 6:0-Abwehr umgestellt und damit dem Gegner immer wieder Aufgaben gegeben. "Die Mädels haben das sehr gut gelöst. Darauf lässt sich aufbauen", so Diener.

Ziel ist der Einzug in den Pokalwettbewerb

Großes Ziel der Zwickauerinnen ist es, die Vorrunde der Bundesliga zu überstehen. Die wird in Gruppen mit je vier Mannschaften gespielt. Die jeweils ersten beiden Teams qualifizieren sich für die nächste Runde, der Tabellendritte spielt immerhin weiter im Pokalwettbewerb. Der Einzug in diesen gelang dem BSV Sachsen in den vergangenen beiden Jahren, am Ende schafften sie es jeweils bis ins Finale. Dass es diesmal wieder so weit gehen könnte, damit rechnet Daniela Diener nicht unbedingt. Gleichzeitig ist sie durchaus optimistisch, dass Rang 3 drin ist. Die Entscheidung darüber dürfte bereits am 28. Oktober fallen, wenn der zweite Spieltag ansteht. Dann gastieren die Zwickauerinnen bei der JSG Lit aus Nettelstedt bei Lübbecke. Die verlor zum Auftakt gegen Buxtehude deutlich 19:33. "Buxtehude sehe ich als Favorit in unserer Gruppe. Wir müssen uns sehr gut vorbereiten auf das nächste Spiel, aber das könnte klappen dort. Vergangenes Jahr war es ähnlich, auch da sind wir mit einer Niederlage gestartet", erinnert sich Daniela Diener.

Sie hofft, dass dann im Angriff unter anderem die Abstimmung mit den beiden Neuzugängen besser klappt. Die habe durch bisher nur wenige gemeinsame Trainingseinheiten am Sonntag noch ein bisschen gefehlt. Den Einzug in die Pokalrunde sieht die Trainerin nicht nur sportlich als lohnendes Ziel. "Wir hätten dann einfach auch noch mehr Spiele, um die Mädels weiterzuentwickeln. Das wäre sehr wichtig für uns. Im Moment versuchen wir, in Ruhe zu arbeiten und gar nicht so viel Aufmerksamkeit von außen auf die Mannschaft zu lenken", sagt Diener.

Erschienen am 09.10.2023 von Anika Zimny (www.freiepresse.de)