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Vereinsvertreter auf einer Pressekonferenz am Montagnachmittag in Neuplanitz. Foto: Ralph Koehler/propicture

 Erschienen am 23.02.2021 von Frank Dörfelt

Fünf Klubs fordern mit Nachdruck den Neubau des Ballsportzentrums in Neuplanitz. Der Zwickauer Stadthalle als möglichem Ausweichquartier erteilen sie eine Absage.

Fünf Zwickauer Vereine fordern von der Stadtverwaltung und der Kommunalpolitik ein eindeutiges Bekenntnis zum Ballsportzentrum Neuplanitz und den sofortigen Beginn des Neubaus. Übereinstimmend machten die Handballer des BSV Sachsen Zwickau und des ZHC Grubenlampe, die Basketballer des BC Zwickau, die Rollstuhlbasketballer des RB Zwickau und der Verein Planitz Aktiv deutlich, dass für sie eine weitere Verschiebung der Baumaßnahme oder gar eine Streichung des Vorhabens nicht akzeptabel ist.

Die Vereine nutzen die Halle seit Jahren zum Training und zu den Punktspielen. "Es ist auch eine Frage des Respektes gegenüber den Leistungssportlern", sagte BSV-Trainer Norman Rentsch während einer Pressekonferenz am Montagnachmittag. Wenn Zwickau eine Sportstadt sein wolle, müsse sie auch etwas dafür tun und sich nicht nur mit den Erfolgen der Vereine schmücken. Die in den 1970er Jahren gebaut Halle sei nicht bundesligatauglich und zudem verschlissen. Für den BSV Sachsen Zwickau könnte es bedeuten, dass er bei einem Aufstieg in die Erste Bundesliga seine Heimspiele nicht mehr in Neuplanitz austragen darf. "Die Entscheidungsträger müssen sich überlegen, ob wir in ein paar Jahren nur noch Oberliga in der Halle spielen wollen", sagte Uwe Rudolph vom BC Zwickau.

Den von Kommunalpolitikern unterbreiteten Vorschlag, die Stadthalle als Ausweichspielstätte zu nutzen, sehen die Vereine skeptisch. "Wir kämpfen nicht um eine Ausweichhalle, sondern eine langfristige den modernen Anforderungen genügende Sportstätte", sagte Norman Rentsch. "Zudem wäre das Problem mit den Trainingszeiten nicht gelöst."

Jürgen Flemming, Kultour Z-Chef und bekennender Handballfan, sieht kurzfristig keine Möglichkeit, zumindest die Punktspiele des BSV in der Stadthalle auszutragen. Grundsätzlich sei das zwar denkbar, benötige jedoch einen zeitlichen Vorlauf von etwa drei Jahren. Sobald die Coronakrise vorüber sei, stehen jede Menge Veranstaltungen an. "Wir sind von September bis Mai nächsten Jahres an allen Wochenenden komplett ausgebucht", sagte Flemming. "Diese Mietverträge müssen wir einhalten, weil uns sonst hohe Konventionalstrafen drohen." Zudem gehe es nicht nur um einen Spieltag. "Wir brauchen dazu auch eine Firma, die den Spezialboden verlegt", so der Kultour-Z.-Geschäftsführer. Er geht davon aus, dass die Stadthalle dann zwei bis drei Tage für andere Veranstaltungen nicht genutzt werden kann. Norman Rentsch dazu: "Das können wir nicht bezahlen".

Am Donnerstag soll der Stadtrat über den Haushalt und damit auch über Gelder für den Ballsportzentrum-Bau entscheiden.