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Abwehr ist manchmal Luftakrobatik / Foto; M.Unger

Erschienen am 02.01.2022 in der Freien Presse - Thomas Treptow

Mit gemischten Gefühlen dürften die Handballdamen des BSV Sachsen Zwickau am Sonntag die Rückreise aus Bergheim antreten. Die Rentsch-Schützlinge holten beim 19:19 (10:10) bei der HSG Bad Wildungen einen wichtigen Punkt, allerdings verpassten sie die Chance, den Tabellenvorletzten der Bundesliga mit einem Sieg noch étwas mehr auf Abstand zu halten. So trennen den Aufsteiger, der als 12. den Nichtabstiegsplatz behauptet, und die dahinter liegende HSG drei Zähler.

Für beide Mannschaften stand im Kampf um den Klassenerhalt bereits viel auf dem Spiel - und das merkte man von Anfang an. So gab es gute Phasen, aber auch hektische Abschnitte mit vielen Fehlern. Besser in die Partie kam der BSV, der nach Treffern von Chantal Wick, Jenny Choinowski und Diana Dögg Magnusdottir in der 8. Minute mit 3:1 in Führung ging. Auch in der Folge lagen die Gäste beständig in Front, ohne sich entscheidend absetzen zu können.

Die beste Möglichkeit dazu bot sich nach 19 Minuten, als die Schweizerin Chantal Wick sehenswert aus dem Rückraum traf und Zwickau beim 10:7 mit drei Toren führte. Doch in der Folge ging bei den Westsächsinnen in der Offensive plötzlich nichts mehr - unter anderem scheiterte Ema Hrvatin mit zwei Wurfversuchen. Die HSG, die in der Edertalhalle in Bergheim von knapp 100 Zuschauern angefeuert wurde, witterte Morgenluft und schaffte den Ausgleich zum 10:10.

Das enge Spiel sollte sich nach dem Pausentee fortsetzen. Dabei setzten diesmal die Vipers die Akzente und lagen bis zur 51. Minute in Führung. Dann jedoch folgte ein Drei-Tore-Lauf des BSV durch Ema Hrvatin und Rebeka Ertl (2) zum 19:17 für den BSV (54.). Zwei Punkte lagen erneut in greifbarere Nähe. Die letzten zwei Tore in der Partie, die umkämpft bis zum Schluss, aber alles andere als ein Handball-Leckerbissen und nichts für schwache Nerven war, fielen allerdings auf Seiten der Zwickauerinnen. So stand unter dem Strich ein leistungsgerechtes Remis, welches die BSV-Torhüterin Nele Kurzke (14 Paraden) nach dem Abpfiff indes mit einem Tritt gegen den Pfosten "kommentierte".

BSV Sachsen: Kurzke, Szott, Zenner - Wick (3), Choinowski (3), Stojkovska (3), Magnusdottir (3), Adams (3/2), Ertl, (2), Pester, Rösike (1), Hrvatin (1), Hausherr, Fege, Frankova

SR.: Regner/Koppl (Nieder-Olm/Düsseldorf),

Zuschauer: 90,

Strafminuten: HSG 8; BSV 8,

Siebenmeter: HSG 5/5. BSV: 2/2.