Siegtor mit der Schlusssirene / Foto: Ralph Köhler; pro-picture.de

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Zwickau besiegt Tabellenführer nach Herzschlagfinale

08. Dezember 2013  I  Spielbericht BSV Sachsen Zwickau 1

Debütantin Michelle Urbicht sorgt mit Schlusssirene für Siegtreffer

 

Fünf Heimspiele, ein Unentschieden, vier Siege – so lautet die beeindruckende Bilanz des BSV Sachsen Zwickau. Beim 26:25-Heimsieg gegen den Tabellenführer SVG Celle bot die Mannschaft von Norman Rentsch den 640 Zuschauern in der Sporthalle Neuplanitz ein regelrechtes Herzschlagfinale. Als Manuela Splinter 30 Sekunden vor dem Ende beim Stand von 25:25 einen Siebenmeter parierte, stand die Halle bereits Kopf. Mit der Schlusssirene netzte BSV-Debütantin Michelle Urbicht im gegnerischen Kasten sogar noch zum Sieg ein. Das entscheidende Tor wurde erst nach über einer Minute Diskussion zwischen den Schiedsrichtern und dem Kampfgericht als gültig gewertet.

Berg-und Talfahrt dominiert die erste Halbzeit


Von Beginn entwickelte sich zwischen dem BSV Sachsen Zwickau und dem SVG Celle eine Partie auf Augenhöhe. Ab der zehnten Minute drückten die Zwickauerinnen dem Spiel dann zunächst ihren Stempel auf. Gestärkt von Torhüterin Magdalena Neagoe, die in dieser Phase gleich mehrfach Konter der Gäste entschärfte, spielte der BSV nun auch im Angriff munter auf. In der 12. Minute kam erstmals auch Michelle Urbicht im Angriff der Zwickauerinnen aufs Parkett. Die Junioren-Nationalspielerin vom HC Leipzig ist in der laufenden Saison mit einem Zweitspielrecht für den BSV ausgestattet und gab am Samstag ihr Debüt für die Schumannstädter. Und das mehr als überzeugend. Nur drei Minuten brauchte die 19-Jährige für ihren ersten Treffer zum 5:4, mit dem sie gleichzeitig die bis dato beste Phase der Gastgeberinnen einleitete. Bis zur 17. Minute konnte sich das Team von Trainer Norman Rentsch auf 8:5 absetzen.

Doch anstatt sich ein Polster für die restliche Spielzeit aufzubauen, folgte eine acht-minütige Torflaute des BSV. „Wir haben es in dieser Phase nicht geschafft, dem Gegner unser Spiel aufzudrücken und für eine kleine Vorentscheidung zu sorgen“, ärgerte sich Trainer Norman Rentsch. Erst in der 26. Minute beendete Silvia Bachrata mit ihrem Treffer zum 9:12 die Durststrecke. Beim Stand von 13:15 ging es in die Halbzeit.

Endphase stellt Nerven auf die Zerreißprobe

 

Die Zwickauerinnen starteten besser in die zweite Hälfte und bereits in der 33. Minute egalisierte eine stark aufspielende Silvia Bachrata den Halbzeitrückstand. Bis zur 58. Minute entwickelte sich zwischen dem Tabellenersten und den Zwickauerinnen ein offener Schlagabtausch. Mit einem sehenswerten Heber zum 25:25 legte Jenny Choinowski den Grundstein für eine Schlussminute, die die Nerven aller Beteiligten auf eine Zerreißprobe stellen sollte.

30 Sekunden vor dem Ende bekam Celle einen Siebenmeter zugesprochen. Doch Manuela Splinter, die bereits im Spielverlauf zwei Strafwürfe entschärfte, zeigte im Duell mit Celles Kathrin Schulz keine Nerven und parierte mit einem Fußreflex. Auf den Rängen hielt es da schon längst niemanden mehr auf seinem Sitz. Bei lautstarkem Lärmpegel und wenigen verbleibenden Sekunden auf der Anzeigentafel startete der BSV zum letzten Angriff. Fünf Sekunden vor Ultimo bekam Zwickau auf der halbrechten Position einen Freiwurf zugesprochen. Der finale Pass landete ausgerechnet bei Debütantin Michelle Urbicht, die zum Hüftwurf ansetzte und mit der Schlusssirene das Siegtor erzielte.

Dem grenzenlosen Jubel der Halle folgten jedoch zunächst bange Momente des Wartens. Nach Protesten der Gäste berieten die Unparteiischen Claudia Burger und Stephanie Ganter mit dem Kampfgericht, ob Urbichts Tor innerhalb der Spielzeit gefallen war. Nach über einer Minute Diskussion wurde der Treffer schließlich für gültig erklärt. „Wir hätten uns sicherlich nicht in diese Finalsituation bringen müssen, sondern das Spiel schon viel eher entscheiden können, aber so hat es schließlich doch noch geklappt. Das sind Momente, die man als Sportler und als Zuschauer wahrscheinlich nie vergessen wird“, fielen Trainer Rentsch die Steine vom Herzen.

BSV Sachsen Zwickau:
Neagoe; Splinter, Urbicht (5/3), Starcek (2/1), Pruß (3), Aleksandravicute, Kallenberg, Stein, Bachrata (8), Choinowski (4), List (4), Zuber
 

 

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