Fotos. Ralph Köhler / propicture

News

BSV kassiert erste Heimpleite der Saison

06. April 2014  I  Spielbericht BSV Sachsen Zwickau 1

24:28-Niederlage gegen Füchse Berlin – Stefanie Pruß verletzt sich erneut

Der BSV Sachsen Zwickau hat sein erstes Heimspiel in dieser Saison verloren. Am Samstagabend unterlag die Mannschaft von Norman Rentsch den Füchsen Berlin mit 24:28 (10:17). Die Niederlage war die erste auf heimischen Parkett seit dem 16. März 2013. Nachdem die Gastgeberinnen in der ersten Halbzeit aufgrund zahlreicher Abspielfehler deutlich in Rückstand gerieten, kämpfte sich das Team zum Ende der Begegnung auf bis zu zwei Tore heran. Der Aufstiegsfavorit aus Berlin ließ sich den Sieg jedoch nicht mehr nehmen. Erfolgreichste Zwickauer Schützin war Silvia Bachrata mit neun Toren. Durch die Niederlage rutscht der BSV in der Tabelle der 2. Handballbundesliga auf Platz fünf.

Erste Halbzeit: Schocksekunde durch Stefanie Pruß‘ Verletzung
Vor einer erneut beeindruckenden Kulisse von 700 Zuschauern, die diesmal mit Klatschpappen, die die Zwickauer Energieversorgung sponserte, ihr Team besonders intensiv nach vorn peitschen konnten, gingen die Zwickauerinnen schnell in Führung. Christina Zuber und Stefanie Pruß warfen die Gastgeberinnen zum 2:0 in Führung. In der fünften Spielminute glich die ehemalige BSV-Spielerin Anna Eber zum 2:2 aus. Von da an fanden die Hauptstädterinnen besser zu ihrem Spiel und Zwickau ließ sich zunehmend verunsichern. Vor allem der Angriffsmotor der Gastgeberinnen kam in dieser Phase der Partie nicht richtig in Schwung. In der Berliner Abwehr tat sich kaum eine Lücke auf und so verleitete die konsequente Deckung der Füchse die Zwickauerinnen ein ums andere Mal zu technischen Fehlern.

Am Ende der ersten Halbzeit sorgte zudem eine erneute Verletzung von Kreisläuferin Stefanie Pruß für Unruhe auf Zwickauer Seite. Bei einer Abwehraktion verletzte sich den Ringfinger der rechten Hand, spielte zunächst allerdings weiter. Nur einen Angriff später blieb sie nach einem Wurfversuch, ohne gegnerische Einwirkung, mit schmerzverzehrtem Gesicht liegen. Sie musste das Parkett verlassen und konnte für den Rest der Partie nicht mehr eingesetzt werden. In den verbleibenden Minuten der ersten Halbzeit lief dann bei den Zwickauerinnen kaum noch etwas zusammen. Während der BSV teilweise ratlos wirkte, spielte Berlin seine Klasse aus und setzte sich bis zur Halbzeit bereits auf 10:17 ab.


Zwei-Tore-Rückstand lässt Zwickauer Hoffnung aufkeimen
In der zweiten Halbzeit gestaltete sich der Zwickauer Angriff ideenreicher. Allerdings agierten auch die Berlinerinnen mit Cleverness und erspielten sich geduldig ihre Wurfchancen. Mit Einsatz und Willen gelang es den Zwickauerinnen jedoch in der 50. Minute durch Claudia Steins Tor zum 19:22 erstmals auf einen Drei-Tore-Rückstand zu verkürzen. Dier starke Aufholjagd machte sich auch auf den Rängen bemerkbar und erinnerte die Fans an das furiose Unentschieden gegen Bad Wildungen zwei Wochen zuvor. In der 56. Minute verkürzten die Gastgeberinnen per Siebenmeter von Silvia Bachrata sogar auf zwei Tore. Doch diesmal sollte es nicht zu einer Sensation reichen. Die Berlinerinnen spielten die letzten Spielminuten souverän zu Ende und brachten sich damit nicht mehr in Gefahr. Nationalspielerin Christine Beier besiegelte mit ihrem neunten Treffer den 24:28-Endstand.

Heimspielserie des BSV Sachsen Zwickau gerissen
Durch die Niederlage gegen die Füchse Berlin ist die Zwickauer Serie nach elf ungeschlagenen Heimspielen in Folge gerissen. Die Füchse-Spielerin und ehemalige Zwickauerin Anna Eber zeigte sich nach dem Spiel stolz: „Wir sind die ersten, denen es in dieser Saison gelungen ist, Zwickau vor heimischen Publikum zu besiegen, das ist natürlich ein schönes Gefühl. In der Halle ist immer eine tolle Atmosphäre. Uns ist zu Gute gekommen, dass wir uns bereits in der ersten Halbzeit ein hohes Polster erarbeiten konnten, sonst kann es am Ende auch durch die Stimmung auf den Rängen eventuell nochmal eng für uns werden.“ BSV-Trainer Norman Rentsch war nach dem Spiel gleicher Meinung: „Die Hypothek von sieben Toren Rückstand zur Halbzeit war einfach zu hoch um einen Gegner dieser Klasse in den zweiten Dreißig Minuten noch zu besiegen.“

Zur Zwickauer Enttäuschung nach der ersten Heimniederlage gesellten sich zudem schlechte Nachrichten über Stefanie Pruß, die sich nach der Partie zur Untersuchung ihrer Verletzung ins Krankenhaus begab. Mit einem komplizierten Bruch des rechten Ringfingers fällt die 26-Jährige erneut aus. Sie wird sich bereits am kommenden Montag einer Operation unterziehen müssen. Erst vor drei Wochen stand sie nach einem Bruch der linken Hand erstmals wieder auf dem Bundesligaparkett. 

BSV Sachsen Zwickau: Neagoe, Splinter; Starček, Aleksandraviciute (1), Kallenberg, Stein (4/1), Pruß (2/1), Bachrata (9/4), Choinowski (2), List (3), Zuber (3)




Zurück



Spielplan BSV I

19. November 2017  I  16:00 Uhr

30 : 23

Kurztabelle BSV I

  Pl   Team   Pkt  
  1   HL Buchholz..   14:2  
  2   Kurpfalz Bären   13:3  
  3   FSG Waiblingen-Korb   11:5  
  ...  

Stand: 20.11.2017  I  11:40 Uhr Mehr

Partner

Links zu unseren Partnern