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Böses Mädchen will erneut ihr schönstes Lächeln zeigen

29. März 2019  I  In der Presse

von Monty Gräßler / Freie Presse Zwickau

Alisa Pester hat sich bei den Zwickauer Zweitliga-Handballerinnen zur Abwehr-Chefin gemausert. Beim Pressegespräch vor dem Heimspiel am Samstag stand die 20-Jährige allerdings nicht nur deshalb im Mittelpunkt.

Es gibt in der 2. Handball- Bundesliga der Frauen nicht viele Statistiken, in denen der BSV Sachsen Zwickau auf den Top-Positionen zu finden ist. Die Sünderkartei gehört allerdings dazu: Da steht Alisa Pester mit 23 Zeitstrafen auf Platz 2. Der Verein hat das vor dem Heimspiel am Samstag, 17 Uhr gegen Harrislee auf seiner Facebook-Seite auch augenzwinkernd zum Thema gemacht. "Sie hat das schönste Lächeln in der Liga, aber sie kann auch anders" oder "Lieber auf der Platte ein Bad Girl und danach unser Sonnenschein" - so der Tenor.
Beim Pressetermin im Büro der Zwickauer Energieversorgung kam das "böse Mädchen" am Donnerstag eher etwas schüchtern daher. Kein Wunder: Als Abwehrspezialistin gehört die 20-Jährige nicht zu den Spielerinnen, die regelmäßig vors Mikrofon gebeten werden. Ein Problem ist das für die Lehramts-Studentin allerdings nicht. "Man gewinnt und man verliert als Mannschaft immer zusammen", sagt sie. Und ihre Stärken liegen eben mehr in der Defensive. Das erklärt ein Stück weit auch ihre vielen Zeitstrafen. "Ich gehe aggressiv in jedes Spiel und werde das auch wegen so einer Statistik nicht ändern", sagt sie.
Die Sünderkartei war auch sicher nicht der Hauptgrund, dass gerade Alisa Pester diesmal für den offiziellen Pressetermin ausgewählt wurde. "Sie ist ein absoluter Pfeiler in unserer Abwehr und hat eine ganz große Aktie daran, dass wir in der Rückrunde im Durchschnitt nur 24 Gegentore bekommen haben", lobt Trainer Norman Rentsch. Ihm imponiert insbesondere, wie fokussiert und umsichtig Alisa Pester in ihren jungen Jahren die Rolle der Abwehrchefin interpretiert. "Sie denkt für die anderen Mädels mit und löst das immer wieder sehr intelligent. Sie macht damit einen Riesenjob."
Damit hat sich die Nummer 28 des BSV Sachsen auch Respekt in der Mannschaft verschafft. Die Verantwortlichen des Vereins freut das vor allem, weil sich damit eine Spielerin aus der eigenen Jugend zur Stammkraft in der 2. Bundesliga gemausert hat. Alisa Pester hatte als Erstklässlerin in Limbach-Oberfohna mit dem Handball begonnen und war in der C-Jugend zum BSV Sachsen Zwickau gekommen. Am Samstag geht es für sie und ihre Mitspielerinnen gegen Harrislee nicht nur um Revanche für die deutliche Hinrundenniederlage. Bei einem Sieg würde Zwickau mit den Gästen auch die Plätze tauschen - und Alisa Pester sicher wieder ihr Lächeln zeigen.
BSV-Trainer Norman Rentsch geht davon aus, dass wieder viel Geduld von seinen Spielerinnen und auch den Fans verlangt wird. "Harrislee ist eine sehr ausgeglichen besetzte Mannschaft. Da wird es nicht so einfach, Lücken in der Abwehr zu finden."


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