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BSV Sachsen unterliegt auch Waiblingen

17. Dezember 2018  I  In der Presse

Freie Presse-Thomas Croy

Beim Handball-Zweitligisten BSV Sachsen herrscht keine frohe Feststimmung. Kurz vorm Jahreswechsel hängt Zwickau wieder mal im Tabellenkeller.

Zwickau.   Weihnachtszeit ist Leidenszeit. Die Zwickauer Handballanhänger sind mittlerweile schon daran gewöhnt. Das in den Adventswochen überall erklingende "O du fröhliche" empfinden sie nur als Hohn. Beim BSV Sachsen ist man alles andere als froh. Zum dritten Mal in Folge geht das Zweitliga-Team als Abstiegskandidat ins neue Jahr. Statt des erhofften Sieges gab es im letzten Spiel des Jahres erneut eine Niederlage. Die fiel zwar nicht so hoch aus wie eine Woche vor Heiligabend 2017 in Beyeröhde (27:37), doch das 29:36 (13:20) gegen den VfL Waiblingen hat die Feststimmung in Neuplanitz mächtig gedrückt.
 
"Es ist eine Situation, die sich keiner gewünscht hat. Man merkt, dass die Mannschaft verunsichert ist", erklärte Trainer Rüdiger Bones. Dabei hatte es für seine Schützlinge so verheißungsvoll begonnen. Gleich der erste Zwickauer Angriff war erfolgreich - Nadja Bolze traf vom Kreis. Zwei Glanztaten von Charley Zenner trugen mit dazu bei, dass der BSV nach fünf Minuten mit 3:1 vorn lag. Waiblingen schaffte rasch die Wende zum 4:5 (8.). Mit einem verwandelten Siebenmeter gelang Jenny Choinowski nochmal der Ausgleich (9.), doch danach herrschte beim Gastgeber fast acht Minuten Torflaute. Das Durchstecken des Balls an den Kreis wollte nicht mehr klappen. Hinzu kamen in dieser Phase ein verworfener Siebenmeter und ein Pfostenknaller. "Als zwei, drei Sachen nicht funktioniert haben, verloren wir leider den Plan und sind deutlich in Rückstand geraten", ärgert sich der Trainer. Aus Ballverlusten im Angriff resultierten Tempogegenstöße der Tigers, die stets schneller umschalteten als der BSV - das gleiche Manko, das sich schon zwei Wochen zuvor gegen die Füchse Berlin offenbarte. Waiblingen hat im Vergleich zum Vorjahr spürbar an Qualität zugelegt und erteilte den Muldestädterinnen mit dynamischem Offensivhandball phasenweise eine Lehrstunde.
Der Hallensprecher sagte zwar zu Beginn der zweiten Halbzeit: "Es ist noch alles drin." So recht daran glauben mochte aber keiner in der Halle. Das erhoffte Weihnachtswunder sollte ausbleiben. Zehn Minuten nach Wiederbeginn war der Rückstand bis auf elf Tore angewachsen (16:27). Für die intakte Moral der Sachsen spricht, dass sie sich trotz der unausweichlichen Niederlage nicht aufgaben. In der letzten Viertelstunde blies der BSV zur Aufholjagd. Mit einer 8:2-Trefferserie binnen neun Minuten wurde der Abstand bis auf fünf Tore verringert (27:32/55.). "In der zweiten Halbzeit hat Zwickau mit mehr Aggressivität gespielt und deshalb auch viel mehr Tore erzielt", meinte VfL-Trainer Nicolaj Andersson anerkennend.
Während die Tigers nach Spielende unter "Auswärtssieg"-Rufen einen ausgelassenen Reigen auf dem Parkett tanzten, herrschte auf Zwickauer Seite herbe Enttäuschung. "Uns fehlen zwei wichtige Punkte", bedauerte Rüdiger Bones. "Wir haben einen großen Kader, aber wir haben zu wenig Qualität." Der Vorstand des BSV Sachsen muss dringend handeln, will man im 26. Zwickauer Zweitliga-Jahr die Klassenzugehörigkeit nicht riskieren.


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19. Januar 2019  I  19:00 Uhr

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