Sieg gegen Norwegen Foto: Narco Wolf

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Sensation zum Auftakt der Frauen Handball-EM 2018

01. Dezember 2018  I  Neuigkeiten

Deutschlands Frauen behalten die Nerven gegen Norwegen und siegen mit 32:31 Toren

Zum Auftakt der Europameisterschaft in Frankreich trafen die deutschen Handballerinnen mit Norwegen auf einen der großen Titelfavoriten. Bundestrainer Henk Groener hatte vor der EM erklärt, wenn man den Rekord-Europameister schlagen könne, dann in einem Auftaktspiel. Und diese Chance nutzte das DHB-Team, das in einem Thriller die Nerven behielt und nach dem 33:32 von Emily Bölk und der finalen Parade von Isabelle Roch die große Überraschung feiern durfte und die Tür zur Hauptrunde damit weit aufstieß.
Henk Groener begann mit Dinah Eckerle im Tor; davor agierten - von links nach rechts - Franziska Müller, Emily Bölk, Xenia Smits, Alicia Stolle, Marlene Zapf und Kreisläuferin Julia Behnke. Der erste Treffer ging auch gleich auf das Konto der neuen deutschen Kapitänin: Behnke erzielte in der 3. Minute das 1:0. Norwegen glich jedoch umgehend aus.
 In den folgenden Minuten entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Zwar konnte Norwegen durch einen Gegenstoß von Stine Oftedal erstmals selbst in Führung (4:3, 6.), doch die DHB-Auswahl blieb dran. Das Groener-Team versuchte, das Spiel schnell zu machen und kam so wiederholt zum Erfolg. Zwar unterband Norwegen durch sein gutes Rückzugsverhalten die 1. Welle, doch die deutsche Auswahl trug auch die 2. Welle mit viel Tempo vor. Stolle netzte so zum 6:6 (13.) ein.
 Es wäre wohl auch eine erneute Führung drin gewesen, doch von Außen und vom Kreis ließ die Mannschaft von Groener einige Chancen liegen; Marlene Zapf vergab zudem einen Siebenmeter. Thorir Hergeirsson war jedoch ebenfalls unzufrieden und zog die Auszeit. Das Spiel blieb jedoch weiterhin eng: Zunächst gelang Zapf der Ausgleich (7:7, 16.), dann ließ die eingewechselte Maren Weigel das 8:7 (16.) für Deutschland folgen.
 Eine Zeitstrafe gegen Behnke schwächte das DHB-Team; zudem agierte die sonst aggressive 6:0-Formation zu passiv gegen Emilie Arntzen. Die Rückraumspielerin sorgte mit einem Doppelpack für das 11:8 (21.) für Norwegen. Groener wechselte nun nach und nach durch und brachte Angie Geschke, Ina Großmann, Meike Schmelzer und Amelie Berger in die Partie. Mit einem mutigen Auftritt gelang es der DHB-Auswahl, das Spiel bis zur Pause offen zu halten. Mit 15:16 aus deutscher Sicht ging es in die Kabine.
 Die zweite Halbzeit begann für die deutsche Mannschaft in Unterzahl, die Zeitstrafe von Weigel lief noch 1:45 Minute. Groener setzte mit Wiederanpfiff auf Großmann, Smits, Bölk, Behnke und Berger und brachte im Angriff Stolle als zusätzliche Feldspielerin. Nachdem der erste Angriff der Norwegerinnen neben dem Tor gelandet war, nutzte Deutschland die Chance zum Ausgleich: Stolle setzte sich durch und netzte zum 16:16 (31.) ein.
 Kurz darauf zeigte Norwegen jedoch seine Klasse: Mit zwei Toren in weniger als einer Minute setzte sich der Rekordeuropameister auf 19:17 (34.) ab. Groener reagierte nun auch mit einem Wechsel zwischen den Pfosten und brachte Isabell Roch für die glücklose Eckerle. Seine Mannschaft kämpfte sich mit viel Einsatz zurück in die Partie und kam durch Berger zum Ausgleich: 22:22 in der 39. Spielminute.
 Und das DHB-Team legte nach: Nach dem 22:23 (39.) für Norwegen durch Linn Sulland drehte die deutsche Auswahl mit einem 3:0-Lauf die Partie: Smits erzielte das 25:23. Großmann hatte kurz darauf die Chance, auf drei Tore zu erhöhen, scheiterte jedoch im Gegenstoß an der eingewechselten Katrine Lunde. Berger wurde ein Gegenstoß als abgestanden abgepfiffen, Geschke vergab kurz darauf auch noch einen Strafwurf.
 Die Norwegerinnen machten offensiv jedoch ebenfalls ungewöhnlich viele Fehler, die zu einfachen Ballverlusten führten. Auch eine Auszeit von Hergeirsson hatte keine Ruhe in das Spiel der Skandinavierinnen gebracht. Nach einem Ballgewinn startete Großmann und legte den Ball zum 29:27 (51.) ins leere Tor.
 Angeführt von Oftedal, welche die deutsche Mannschaft nicht in den Griff bekam, kam Norwegen jedoch zum Ausgleich und hatte sich bis zur 55. Spielminute auf 30:30 herangekämpft. Müller hatte von der Siebenmeterlinie die Chance zur erneuten Führung, scheiterte jedoch. Im Gegenzug besorgte Oftedal das 31:30 (57.).
Nun war es ein Nervenspiel: Nach dem Ausgleich durch Bölk von der Strafwurflinie brachte Großmann die deutsche Mannschaft noch einmal in Führung (32:31, 59.), doch Henny Reistad glich wieder aus. 76 Sekunden vor dem Ende zog Groener die Auszeit. Das DHB-Team spielte seinen Angriff aus, brachte Bölk bei angezeigtem Zeitspiel in Wurfposition - und sie traf! 23 Sekunden blieben Norwegen noch, doch als Roch den letzten Wurf parierte, war der deutsche Sieg perfekt.




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Spielplan BSV I

08. Dezember 2018  I  18:00 Uhr

35 : 23

Kurztabelle BSV I

  Pl   Team   Pkt  
  1   Kurpfalz Bären   22:2  
  2   HL Buchholz..   18:0  
  3   TV..   18:4  
  ...  

Stand: 09.12.2018  I  11:51 Uhr Mehr

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