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Zweitligist verpatzt Generalprobe

04. September 2017  I  In der Presse

Zum vierten Mal standen sich Zwickau und Halle-Neustadt im DHB-Pokal gegenüber. Nach dem BSV-Erstrundensieg vor zwei Jahren an der Saale nahmen die Wildcats nun in Neuplanitz Revanche.
 
Von Thomas Croy
erschienen am 04.09.2017
 
Zwickau. Die Generalprobe eine Woche vorm Saisonstart der 2. Bundesliga ist daneben gegangen. "Besser ein Pokalspiel verlieren, als wenn es um Punkte geht", meinte Trainer Marko Brezic nach der 26:30 (12:16)- Niederlage des BSV Sachsen Zwickau gegen den SV Union Halle-Neustadt. "Wichtiger ist, dass es gegen Ketsch besser klappt."
 
Die heimischen Zuschauer, die ihr Team traditionell bis zum ersten BSV-Tor im Stehen anfeuern, mussten lange warten, ehe sie sich wieder setzen durften. Erst nach 5:13 Minuten traf Silvia Sajbidor vom Siebenmeterpunkt zum Anschluss und legte 32 Sekunden später zum 2:2 nach. Fünf Minuten später gelang Petra Nagy mit dem 3:3 der letztmalige Zwickauer Ausgleich im Spiel. Mit einer 4:0-Serie setzte sich der Gast innerhalb von nicht mal zwei Minuten auf 10:5 ab (20.). Halle-Neustadt agierte variabler im Angriff und war dadurch schwer ausrechenbar. "Die waren schneller als wir. Wir haben zu viele Bälle verworfen", gestand Kapitänin Silvia Sajbidor.
 
Schon in der ersten Halbzeit kamen beim Gastgeber alle drei Torhüterinnen zum Einsatz. Bis zur 36. Minute blieb der Rückstand meist konstant bei vier, fünf Toren. Dann arbeitete sich der BSV bis auf zwei Tore heran (19:21/37.). Deutliche Reserven offenbarte Zwickau jedoch im Überzahlverhalten: Mit zwei Spielerinnen mehr auf dem Parkett kassierten die Muldestädterinnen einen Gegentreffer durch die Schwedin Mikaela Johansson (41.). Eine weitere Zeitstrafe gegen die Wildcats - die dritte binnen drei Minuten - nutzte der BSV dann effektiver. Zwei verwandelte Siebenmeter von Silvia Sajbidor und Nadja Bolze stellten den Anschluss her (22:23/43.).
 
Die Partie stand auf der Kippe, die sich allerdings rasch zugunsten von Halle-Neustadt neigen sollte. Mit einer 6:1-Serie zum 29:23 (52.) schnürte Union den Sack zu. Technische Fehler im Angriff eröffneten Halle die Möglichkeit zu Fastbreaks. Dass Jenny Choinowski in dieser Phase auch ihren zweiten Siebenmeter nicht im Tor unterbringen konnte, fiel gar nicht weiter ins Gewicht. In der Schlussphase sorgte die Einwechslung der wurfgewaltigen Katarina Pavlovic für etwas Belebung in der Offensive. Trainer Brezic machte sich hinterher jedoch Vorwürfe, dass er seine Landsfrau trotz einer Fingerverletzung an der linken Hand spielen ließ, weil sie nun möglicherweise für die Auftaktpartie ausfällt. Seinen Einstand hatte sich der neue Trainer gewiss anders vorgestellt. "Vielleicht hat sich die Mannschaft im ersten Spiel zu Hause unter zu großen Erwartungsdruck gesetzt", vermutet Brezic. "Wenn es einer Niederlage bedarf, um das Eis zu brechen, dann soll es ebenso sein. Wir müssen aus dem Spiel aber rasch die richtigen Lehren ziehen und in der verbleibenden Woche bis zum Punktspielstart die Fehler abstellen und das Niveau erreichen, um in der 2. Liga bestehen zu können." Woran muss noch im Besonderen gearbeitet werden? "An der Abwehr", antwortet Silvia Sajbidor. "Das war heute wirklich nicht gut." Laut einer Theaterweisheit verheißt eine Generalprobe mit Fehlern bekanntlich eine gute Premiere.
Statistik – BSV:
Zenner, Klimiuk, Szott; Kracht (2), Herr, Pavlovic (1), Bolze (3/1), Nagy (4), Sajbidor (8/5), Choinowski, Pester, Majer (1), Zuber (7)


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Spielplan BSV I

19. November 2017  I  16:00 Uhr

Kurztabelle BSV I

  Pl   Team   Pkt  
  1   Kurpfalz Bären   13:3  
  2   HL Buchholz..   12:2  
  3   FSG Mainz..   10:4  
  ...  

Stand: 18.11.2017  I  00:04 Uhr Mehr

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