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BSV Sachsen schlägt Schweizer Meister

24. August 2015  I  Neuigkeiten

Auf dem sprichwörtlichen Zahnfleisch krauchend, haben sich die Zwickauer Handballerinnen beim stark besetzten Turnier bis ins Viertelfinale gekämpft.

Freie Presse von Thomas Croy

Ludwigsburg — Die Zweitliga-Handballerinnen des BSV Sachsen haben beim 24. Internationalen Lotto-Cup des SV Oßweil einen respektablen Platz 5/6 (gemeinsam mit Trier) von 24 Mannschaften erreicht. Und das trotz mehrerer Ausfälle.
Die Zwickauerinnen, durch die Langzeitverletzten Theresa Loll und Annika List (beide Kreuzbandriss) ohnehin gehandicapt, büßten gleich nach fünf Minuten der Auftaktpartie eine weitere Spielerin ein: Stefanie Hopp hat sich nach einem Gegnerkontakt am Kreis das Knie verdreht und war nicht mehr einsatzfähig. Ihr linkes Knie war gestern geschwollen, sie konnte nicht auftreten. Sie muss heute zur MRT-Untersuchung. „Wir haben die Hoffnung, dass es bloß eine Zerrung ist. Wenn sie auch noch ausfällt, haben wir ein ganz großes Problem“, erklärte Trainer Karsten Knöfler. Ein paar Minuten später ist Daiva Aleksandraviciute umgeknickt, konnte mit einem straffen Verband das Turnier aber fortsetzen. Da Stefanie Pruß, der noch die Grippe in den Gliedern steckte, nicht durchgehend spielen konnte, übernahm Aleksandraviciute später die Kreisposition.
Das erste Spiel gegen Herrenberg gewann der BSV mit 13:11. Knöfler attestierte seinem Team eine gute Leistung. „Nach den beiden Verletzungen mussten wir allerdings ein bisschen experimentieren.“ Dem französischen Zweitligisten ESC Yutz unterlag man mit 15:16. „Die waren stark. Eine richtig eingespielte, abgezockte Truppe“, meinte der BSV-Trainer anerkennend. Im abschließenden Vorrundenspiel kamen seine Schützlinge gegen Bietigheim II über ein 18:18 nicht hinaus. Schuld daran war eine schlechte Abwehrleistung. „Wir haben das Beste daraus gemacht und sind als Gruppenzweiter in die Zwischenrunde eingezogen“, freute sich Knöfler.
Dort ging die erste Partie gegen den TV Nellingen zwar mit 11:15 verloren, aber im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Spielen lief es wieder besser. „Wir haben 20 Minuten richtig gut gespielt und auch geführt. Dann haben wir aber drei Konterchancen ausgelassen und hinten raus noch einen Siebenmeter verworfen – das waren die vier Tore, die uns am Ende gefehlt haben“, ärgerte sich Knöfler.
Am Sonntagvormittag behielt Zwickau gegen den Drittligisten HCD Gröbenzell, der am Tag zuvor immerhin den Bundesliga-Absteiger Koblenz/Weibern geschlagen hatte, mit 18:12 die Oberhand. „Wir standen gut in der Abwehr und haben schnell nach vorn gespielt. Das, was wir können und was uns stark macht, hat gut funktioniert“, lobte der Trainer. Gefallen hat ihm auch der 13:12-Erfolg seiner Mannschaft gegen den Schweizer Meister LK Zug. „Das war ein ganz hartes Spiel. Sehr temporeich. Nachdem wir schon mit zwei, drei Toren hinten lagen, haben wir uns wieder zurückgekämpft.“ Durch den Sieg über die punktgleichen Eidgenossinnen zog der BSV als Erster seiner Zwischenrunde ins Viertelfinale ein, wo man sich der Neckarsulmer SU knapp mit 10:12 geschlagen geben musste.
Petra Starček wurde in der letzten Partie wegen Knieproblemen geschont. „Wir haben zurzeit echte Probleme, weil wir so viele Verletzte haben. Uns gehen langsam die Optionen aus. Das ist viel Stückwerk und Löcherstopfen“, macht sich der Trainer Sorgen. „Wir haben viel Zeit mit einem ganz jungen Rückraum gespielt: Majer, Lederer und Hessel.“ Die offensive Abwehrvariante funktionierte gut, doch es gab viele technische Fehler in der Vorwärtsbewegung. „Das hat uns am Ende den Sieg gekostet. Es war aber eine gute Leistung, damit können wir echt zufrieden sein“, bilanzierte Knöfler.
Erfolgreichste BSV-Torjägerin ist mit 24 Treffern Christina Zuber gewesen, die nach Einschätzung des Trainers ein Riesenturnier gemacht hat. Nach sieben Spielen an zwei Tagen war die Mannschaft erschöpft – und froh, dass sich keiner weiter verletzt hat. Heute ist trainingsfrei. Ab morgen wird wieder voll rangeklotzt. „Wir haben noch einige Baustellen, an denen wir ganz hart arbeiten müssen“, betonte Knöfler.
Statistik BSV Sachsen: Baranowska, Neagoe; Hessel (3), Starcek (12), Kallenberg (2), Kracht (10), Aleksandraviciute (9), Lederer (1), Hopp (1), Pruß (8), Bachrata-Šajbidor (8), Choinowski (17), Majer (3), Zuber (24).
Ergebnisse: Vorrunde: BSV – H2Ku Herrenberg 13:11, – ESC Yutz 15:16, – SG BBM Bietigheim II 18:18. Zwischenrunde: BSV – Nellingen 11:15, – HCD Gröbenzell 18:12, – LK Zug 13:12. Viertelfinale: BSV – Neckarsulm 10:12.

Endstand Platz 1 – 12
1. Neckarsulmer SU
2. FA Göppingen
3. LK Zug + VOC Amsterdam
5. BSV Sachsen Zwickau und Trierer Miezen
7. TV Nellingen, HSG Bensheim-Auerbach, HC Rödertal
10. Haukar Hafnarfjördur, ESC Yutz, HCD Gröbenzell






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Spielplan BSV I

19. November 2017  I  16:00 Uhr

30 : 23

Kurztabelle BSV I

  Pl   Team   Pkt  
  1   HL Buchholz..   14:2  
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  ...  

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