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BSV Sachsen Zwickau traut sich gute Rolle in der 2. Bundesliga zu

05. September 2019  I  In der Presse

Freie Presse_Monty Gräßler und Torsten Ewers

Nach Platz 14 in der Vorsaison streben die Handballerinnen ein deutlich besseres Abschneiden an. Die Kapitänin und der Trainer verbreiten vorm ersten Spiel Optimismus.

Für Jenny Choinowski kann und soll ihre 13. Saison im Zweitligatrikot des BSV Sachsen Zwickau die erfolgreichste seit langem werden. "Das Ziel ist ganz klar, sich diesmal endlich von Anfang an aus dem Abstiegskampf rauszuhalten. Und ich bin sehr positiv gestimmt, dass uns das auch gelingen wird", sagt die 30-jährige Handballerin. Sie war mit 195 Toren in der Vorsaison die viertbeste Werferin in der 2. Frauen-Bundesliga und wird ihr Team auch am Samstag zum Auftaktspiel bei TuS Lintfort wieder als Kapitänin aufs Parkett führen.
Für den Optimismus der dienstältesten Zwickauer Spielerin gibt es mehrere Gründe. So ist es dem Verein gelungen, alle Leistungsträgerinnen der Vorsaison zu halten. Zum anderen konnte Trainer Norman Rentsch, der seit einigen Wochen parallel auch als Geschäftsführer fungiert, gleich vier Spielerinnen mit Erstliga-Erfahrung nach Zwickau locken: die österreichische Nationalspielerin Lisa Felsberger vom UHC Stockerau, die Mazedonierin Simona Stojkovska von der Sportunion Neckarsulm und Rebeka Ertl vom ungarischen Budaörs HF. Dazu kommt mit Klara Schlegel eine weitere Nationalspielerin aus Österreich, die zwar beim Thüringer HC (1. Bundesliga) unter Vertrag steht, jedoch mit Zweitspielrecht für den BSV auf Torejagd gehen wird.

"Es hat in der Vorbereitung drei, vier Wochen gebraucht, um sich miteinander einzuspielen. Aber ich denke, dass wir die Neuen jetzt gut integriert haben und als Mannschaft auf einem guten Weg sind", erklärt Jenny Choinowski, die als Bürokauffrau einem Vollzeitjob nachgeht. Bestätigung holte sich die Mannschaft am vergangenen Samstag im DHB-Pokal, als beim Punktspielrivalen Spreefüxxe Berlin ein 30:26-Erfolg gelang. Als Belohnung wartet in der zweiten Pokalrunde Anfang Oktober ein Heimspiel gegen die Erstligamannschaft aus Neckarsulm.

In der Hauptstadt zeigte sich wie zuvor schon in den Testspielen zum Beispiel gegen den Erstligaabsteiger Union Halle-Neustadt, dass sich das Zwickauer Spiel gegenüber der Rückrunde der Vorsaison verändert hat. Musste sich der BSV im Frühjahr aufgrund der langwierigen Verletzung von Rückraumspielerin Katarina Pavlovic und weiterer kurzfristiger Ausfälle seine Tore aus der Nahwurfzone meist hart erarbeiten, so gibt es durch die Verstärkungen jetzt viel mehr Optionen. "Einfache" Tore aus dem Rückraum stehen dabei genauso auf dem Matchplan wie Anspiele an den Kreis oder auf die Außen. Dazu kommt, dass der BSV nunmehr drei Linkshänderinnen statt nur einer zur Verfügung hat.

"Jede Spielerin kann Verantwortung übernehmen und Treffer erzielen - das ist genau das, was wir wollen", erklärt BSV-Trainer Norman Rentsch. Der 39-Jährige hatte die Zwickauer Frauen bereits von 2011 bis 2014 betreut und war nach Erstliga-Engagements in Leipzig und Dortmund zu Beginn des Jahres zurückgekehrt. Er hat die Vision, mit dem Verein in den nächsten Jahren auch mal um den Aufstieg zu spielen, ohne die anstehenden Aufgaben aus den Augen zu verlieren. "Wir wollen einfachen und schnörkellosen Handball spielen", sagt er, fordert dafür aber auch Emotionalität und Mentalität ein. "Dann kann es eine gute Saison werden."
Fürs erste Spiel am Samstag in Lintfort hat der Trainer bis auf Petra Nagy (Schulterverletzung) alle Spielerinnen zur Verfügung. Zuletzt hatten die Zwickauerinnen am Niederrhein zweimal verloren. Das erste Heimspiel am 14. September verspricht dann gleich ein richtiger Knüller zu werden. Mit dem HC Leipzig ist der Ex-Meister und Aufsteiger aus der 3. Liga zum ersten Sachsenderby der Saison zu Gast.


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