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Mittwoch, 8. September 2010
 
 
Weibern mit glanzlosem Erfolg über Zwickau

22.02.2010 - Harry Traubenkraut - Rheinzeitung

spiel_weibern_200210Ohne irgendwelchen spielerischen Glanz zu verbreiten haben die Zweitligahandballerinnen des TuS Weibern einen weiteren Schritt in Richtung Bundesligaaufstiegsrunde gemacht. Der 25:21 (14:11)-Erfolg zu Hause gegen den BSV Sachsen Zwickau kam nach mehr Krampf als Kampf zu Stande, eröffnet den Eifelerinnen nun aber bei drei Punkten Vorsprung auf den Fünften SG BBM Bietigheim gute Perspektiven auf das Erreichen der Aufstiegs-Play-Off-Runde.

Bild: Inga Etheber setzt sich gegen die Zwickauer Deckung durch
Foto: Andreas Walz
» Galerie zum Spiel (11)

Nicht nur die Zuschauerkulisse war mit rund 240 Besuchern am Samstagabend steigerungsfähig. Auch die Darbietung der Gastgeberinnen aus der Eifel lässt in den kommenden Partien wohl noch viel Luft nach oben zu. So sah es anschließend auch TuS-Trainer Jan Reuland. „Es fällt schwer diesmal positive Aspekte zu finden. Das Beste am Spiel heute sind sicher die beiden Punkte und das Bietigheim gleichzeitig verloren hat. Weiterhin kann man noch die gute Schiedsrichterleistung und aus unserer Sicht Rechtsaußen Eva Frank und die Paraden von Elke Knooren gegen den Zwickauer Rückraum loben“, so Reuland.

Ein wenig mehr Positives gab es sicher noch zu erwähnen, ansonsten aber entsprach Reulands Analyse einmal mehr der ungeschminkten Wahrheit. Auf der Habenseite waren noch zu erwähnen, dass Ania Jaszczuk neben einer ordentlichen Torausbeute in Sachen Rückwärtsbewegung und engagiertem Abwehrverhalten zu den Gewinnerinnen der Partie gehörte und Lisa Schenk auf Linksaußen ihre Einsatzchance durch eine gute Leistung nutzte.

Ansonsten war es wieder einmal die Weiberner Defensive, die überzeugen konnte, was angesichts der Zwickauer Angriffsleistungen diesmal auch nicht allzu schwer war. Die Gäste versuchten es immer wieder schematisch über die Kreisposition. Der Zwickauer Rückraum hingegen war harmlos bis hilflos. So konnte sich Weibern relativ gut auf die Zwickauer Angriffsvarianten einstellen, musste sich aber dennoch vor allem in der ersten Halbzeit häufig bei Torfrau Knooren bedanken, die mit vielen Paraden den Grundstein für die 14:11-Pausenführung legte.

Konnte Weiberns Torfrau in Durchgang zwei auch nicht mehr ganz an das hohe Niveau vor dem Pausentee heranreichen, so kam nie das Gefühl auf, als könnte Zwickau die Gastgeberinnen nochmals gefährden. „Wir hatten uns vorgenommen hier heute selbstbewusst auf zu treten, aber von Selbstbewusstsein war rein gar nichts zu spüren. Am Ende war das Ergebnis für uns eher noch schmeichelhaft“, gab Gästetrainer Steffen Wohlrab freimütig zu. Spätestens als Weibern von 17:16 auf 20:16 davonzog war die Partie entschieden. Doch statt eine richtig klaren Sieg einzufahren vergaben die TuS-Handballerinnen in der Endphase der Begegnung gleich reihenweise gute Chancen.

„Wir müssen weiter an den spielerischen Situationen arbeiten. Insbesondere unser Überzahlspiel war ein Katastrophe“, so Reuland. Dies galt freilich für beide Mannschaften. Wenn auch das Spiel selbst nicht allzu viel hergab, so sorgte der sympathische Gästetrainer Wohlrab in der Pressekonferenz noch für das Bonmot des Tages. Angesprochen darauf, ob die lange Busfahrt als Entschuldigung für die schwache Leistung seiner Mannschaft herhalten könne, meinte er: „Ich denke, weite Anreisen sind nur Ausreden für verwöhnte Fußballer. Wir Handballer sind es gewohnt, quer durch Deutschland zu fahren. Damit hatte unsere Niederlage gar nichts zu tun“.

Torschützen: Jaszczuk (8), Frank (5), Salz (4), Bosshart (3), Schenk (2), Oster (1), Etheber (1), Zimmermann (1) - Kalasauskaite (7), Büchl (6), Stegert (3), Stein (2), Beckert (1), Höhne (1), Pruß (1)

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 27. Juli 2010 )
 
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