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Mittwoch, 8. September 2010
 
 
Erstmals mit Robert-Schumann-Bus zum Auswärtsspiel

Thomas Croy, Freie Presse, Lokalredaktion Zwickau

schumann_busMusikalische Aufschrift taugt nicht als Glücksbringer – Handballerinnen des BSV Sachsen kehren mit leeren Händen aus Weibern zurück
Als Botschafter fürs Robert-Schumann-Jahr 2010 sind die Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau am Sonnabend auf Reisen gegangen. Für die 450 Kilometer lange Fahrt zum Tabellendritten der 2. Bundesliga Süd, TuS Weibern, nutzte die Mannschaft erstmals den Bus mit dem Konterfei des Komponisten, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird.  

Steffen Beck, Geschäftsführer des gleichnamigen Busbetriebs, der sein 20-jähriges Bestehen begeht, hatte schon vor zwei Jahren die Idee, mit Schumanns Abbild als Werbeträger für die Muldestadt auf Tour zu gehen. Dank finanzieller Unterstützung der Sparkasse Zwickau konnte das Vorhaben nun realisiert werden. Gerade rechtzeitig zum Jubiläum.

Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) schickte den Robert-Schumann-Bus am Sonnabendvormittag mit guten Wünschen auf seine Premierenfahrt, bevor er 10.20 Uhr das Gelände der ZEV an der Stiftstraße verließ. Ob sich die BSV-Damen während der Reise die 1849/51 komponierten „Ball-Szenen“ angehört haben, ist nicht bekannt. Die Hoffnung, bei der nächtlichen Rückkehr vom Ostrand der Hocheifel wenigstens einen Punkt im Gepäck zu haben, blieb allerdings unerfüllt.

„Wir hatten uns viel vorgenommen, aber nicht alles umsetzen können“, bedauerte BSV-Trainer Steffen Wohlrab die erste Punktspielniederlage seiner Schützlinge 2010. Evelina Kalasauskaite, mit sieben Treffern erfolgreichste Torjägerin der Sachsen, sorgte mit dem 4:3 (11.) für die erstmalige Zwickauer Führung im Spiel. Das 5:4 durch Isabel Stegert (13.) sollte die letzte sein. Danach riss Weibern die Initiative an sich und enteilte auf 10:5 (19.). Zwar kam der BSV nach der Pause noch zweimal bis auf ein Tor ran (11:10, 17:16), musste danach aber wieder abreißen lassen. Nach dem 25:18 für Weibern (55.) konnten die Gäste das Resultat in der Schlussphase noch etwas freundlicher gestalten.

Robert Schumanns Kopf und seine Noten auf dem Bus haben den Zwickauerinnen diesmal noch kein Glück gebracht. Vielleicht ist ja am 7. März in Bietigheim mehr drin.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 27. Juli 2010 )
 
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