| Aufholjagd nicht belohnt ! |
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01.02.2010-Friedemann Bräuer (Westdeutsche Zeitung) Es ist als würde man einem ein Bonbon hinhalten, und wenn man zugreift, wird es zurück gezogen" beschrieb Angelika Bensch nach der 30:33 (15:19) Niederlage gegen Sachsen Zwickau treffend die Situation des Schlusslichts TV Beyeröhde, das sich im Laufe des Spiels auch durch einen Sieben-Tore-Rückstand nicht entmutigen ließ, sich immer wieder heran kämpfte, aber am Schluss doch wieder mit einer Niederlage vom Platz ging. Die Gäste, die die mehr als 500 Kilometer lange Busfahrt über die verschneiten Straßen zur Buschenburg problemlos überstanden hatten, erwiesen sich als starker, aber beileibe nicht unschlagbarer Gegner, waren nur in diversen Situationen cleverer und verfügten in der großartigen Torhüterin Manuela Splinter, der wuchtigen Kreisläuferin Katrin Höhne und Linksaußen Stefanie Pruß allerdings über drei Einzelspielerinnen, deren Positionen beim TVB nicht gleichwertig besetzt waren, obwohl sich sämtliche eingesetzten Beyeröhderinnen denkbar größte Mühe gaben, nie aufsteckten und beileibe kein schlechtes Spiel ablieferten. Doch vorne wurde oft genug im falschen Moment der gegnerische Block getroffen, wenn noch Zeit zum Abspiel gewesen wäre oder so durchsichtig kombiniert, dass die gewitzte Stefanie Pruß sich den Ball schnappte, konterte und Lilla Mozga (sie hielt insgesamt 14 Bälle, darunter einen Siebenmeter) kaum eine Abwehrchance ließ. Gut hatten sich die vom Trainerfuchs Steffen Wohlrab betreuten Sächsinnen auf Laura Magelinskas eingestellt, deckten sie kurz und waren meist zur Stelle, wenn die österreichische Nationalspielerin ( mit dem 1:0 hatte sie ihr 100. Saisontor erzielt) abzog. Gerissen, aber durchaus im Rahmen der Legalität, dass die Zwickauerinnen nach Gegenstößen gern am Beyeröhder Kreis liegen blieben und die Schiedsrichter zu Unterbrechungen animierten, worauf der „Medizinmann" mit dem Koffer umgehend aufs Spielfeld stürmte und mit heilender Hand für umgehende Genesung sorgte. Dadurch konnte wir nie schnelle Konter fahren", beklagte sich Beyeröhdes-Trainer René Baude. Aber Ilka Held, die mit einem cleveren Heber an der überragend reagierenden Manuela Splinter in entscheidender Phase gescheitert war, merkte an:" Wenn wir in diesen Momenten einen schnellen Pass spielen, dann lassen die Schiedsrichter Vorteil gelten, und es wird nicht unterbrochen. Da fehlt uns einfach die Cleverness." Ein Mangel, den muntere Jung-Talente wie die dreifache Torschützin Lotta Lorkowski, Mona Butzen, die Münch-Zwillinge oder Tugba Gürdere oft zur Freude der angesichts der extremen Witterungsverhältnisse zur spärlich erschienenen Zuschauer mit jugendlichem Elan wettzumachen versuchten. Bemerkenswerte Szenen gelangen ihnen unter der Anleitung von Ilka Held, Anna Disselhoff oder Domi Karger, doch so ganz reichte es eben wieder einmal nicht... |
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| Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 27. Juli 2010 ) |
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