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Mittwoch, 8. September 2010
 
 
Ketsch kassiert in Zwickau eine hohe 26:37 Niederlage

Schwetzinger Zeitung - Volker Widdrat v. 18.01.2010

Ein herber Rückschlag für die Zweitliga-Handballerinnen der TSG Ketsch beim ersten Pflichtauftritt im neuen Jahr: Nur eine Viertelstunde lang konzentriert und engagiert Handball spielen, das war dann doch zu wenig - die Bären unterlagen am Samstagabend beim BSV Sachsen Zwickau mit 26:37 (10:21) und beendeten mit dieser deutlichen Schlappe abrupt die vorweihnachtliche Serie mit drei Siegen in Folge.

Durch den gleichzeitigen Erfolg von Mainzlar gegen Bietigheim rutschten die Roten vom Altrhein um einen Rang auf den achten Tabellenplatz, Zwickau rückte dagegen bis auf einen Zähler an die TSG heran.

Bis zum 9:9 alles offen

Bis zum 9:9 (15.) durch Sandra Kleinjung schien in der Sporthalle von Neuplanitz für die Gäste noch alles in Butter zu sein, die "Julias" - Löbich und Barth - hatten zuvor ihrem Team sogar zu einer Zwei-Tore-Führung verholfen. Dann lief plötzlich gar nichts mehr: Die Sachsen-Truppe glänzte mit sieben Treffern in Folge, um nach einem kurzen Ketscher Intermezzo durch Kleinjung (23.) noch einmal fünf Tore draufzusetzen - und fertig war der satte 21:10-Halbzeit-Vorsprung für die Schützlinge von Trainer Steffen Wohlrab. Bären-Coach Branko Dojcak hatte da längst den grünen Karton gelegt, um seinem Team etwas Ruhe beizubringen. Doch vergebens, seine Sieben war völlig von der Rolle.

Am großen Torabstand änderte sich auch im zweiten Durchgang nichts mehr, die BSV-Mädchen ließen nichts mehr anbrennen und zeigten souverän vorgetragene Tempogegenstöße, um damit zum Erfolg zu kommen. Ketschs Übungsleiter Dojcak, der kurz nach dem Spiel noch recht ratlos war und sich absolut keinen Reim machen konnte auf das Abschneiden seiner Werferinnen, wechselte in beiden Durchgängen sowohl zwischen den beiden Torhüterinnen Katrin Rüttinger und Weena Ghosh, wobei letztere einen schlechten Tag erwischt hatte, wie auch zwischen erfahrenen Spielerinnen wie Steffi Trunk und Youngstern wie Sina Michels und Julia Behnke. Es half aber nichts, auch wenn Trainerkollege Wohlrab mit zunehmender Spieldauer ebenfalls jüngeren Akteurinnen die Möglichkeit gab, Spielpraxis zu sammeln: Zu viele technische Fehler, nach Meinung von Dojcak "tausende Missverständnisse", zu oft unnötig aufs gegnerische Tor geworfen, zu statisch im Angriff und zu wenig Biss in der Abwehr - 26 Tore auswärts waren zwar nicht schlecht für die Bären, bei der stabilen Deckungsarbeit und dem kompromis-slosen Angriffsverhalten der Gastgeberinnen aber dann doch zu wenig. Zwickau hatte versprochen gehabt, den "Monat der Wahrheit" offensiv angehen und die TSG zu Fehlern zwingen zu wollen, das wurde auch konsequent in die Tat umgesetzt.

Ketsch hat mit der eigenen Blockade zu kämpfen gehabt und nie zu einem schnellen Spiel gefunden. Theresa Köhler und Julia Barth vergaben in der zweiten Halbzeit noch zwei Strafwürfe, die BSV-Truppe hielt den Zehn-Tore-Abstand. "Alles, was wir uns vorgenommen hatten, hat überhaupt nicht geklappt", lautete eine erste Kurzanalyse von Branko Dojcak: "Auf einmal wurden nur noch Fehler gemacht."

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 27. Juli 2010 )
 
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