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Denkbar knapp über die Auswärtstorregel ist unsere A-Jugend in der diesjährigen Bundesligaqualifikation an der HSG Osnabrück gescheitert. Durch einen 31:25 – Erfolg gegen den Bundesliganachwuchs aus Halle sowie einer 23:31 – Niederlage gegen die SG Rödertal/ Radeberg gab es eine weitere Qualifikationschance gegen den Niedersachsenvertreter. Nach dem 29:29 in Osnabrück, welches nach einem Sechs-Tore-Rückstand zwölf Minuten vor dem Ende mit einer unheimlichen Willensleistung erarbeitet und auch erspielt wurde, reichte das 32:32 im Rückspiel in Neuplanitz nicht, um sich für die A-Jugend-Bundesliga zu qualifizieren. Auch im Rückspiel zeigte das sehr junge BSV-Team, in welchem nur vier Spielerinnen dem eigentlichen A-Jugendjahrgang und der überwiegende Rest sogar dem jungen B-Jugendjahrgang angehörten, eine große Moral und Einstellung gegen einen Gegner, bei dem elf „echte“ A-Jugendliche auf dem Feld standen. In beiden Spielen zeigte sich die Mannschaft gut vorbereitet und vollkommen fokussiert auf das Ziel Bundesliga. Individuell zeigten sich die Zwickauerinnen besser ausgebildet, was auch der Gegner unumwunden zugab. Die noch vorhandenen körperlichen Nachteile bei bis zu dreieinhalb Jahren Altersunterschied konnten über weite Strecken der beiden Begegnungen durch Einsatz wettgemacht werden. Dass diese aufwändige Spielweise bei zwei Begegnungen innerhalb von 24 Stunden mit entsprechendem Reisestress Kraft kostet, ist sicherlich nachvollziehbar, so dass am Sonntag vielleicht das kleine Körnchen Kraft fehlte, um das Spiel erfolgreich zu bestreiten.
Trotzdem zeigte die Mannschaft in den zwei Wochen Bundesligaqualifikation, dass sie das Potential hat, sich im nächsten Jahr für die Bundesliga zu qualifizieren. Hierfür sollen die Vorbereitungen und Planungen noch im letzten Quartal beginnen. Vor allem aber hat sie in den vier Spielen Erfahrungen gesammelt, um in dieser Saison in ihrer eigentlichen Altersklasse B-Jugend überregional erfolgreich sein zu können. So haben insbesondere auch die ganz jungen Spielerinnen des Jahrgangs 2005 in diesen Spielen einen Leistungssprung gezeigt. Das Ziel, sich über Platz eins oder zwei in der MHV-Meisterschaft für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren, sollte bei dem Potential des Kaders durchaus so formuliert werden können. Bis dahin stehen nicht nur die Spiele der Sachsenliga, sondern auch die Spiele um den Mitteldeutschen Pokal mit Gegnern wie HC Leipzig, Thüringer HC und HSV Magdeburg an. Dazu kommen diverse Auswahlaufgaben zur Vorbereitung auf den Länderpokal für die sechs Auswahlspieler des Jahrgangs 2005 (Leona Moritz, Juliane Peter, Jolene Preussler, Jette Wasilewski, Maja Wehner und Finia Wolf) sowie diverse Einsätze in der Frauen 2 für Janine Fleischer, Jasmina Gierga und Luisa Kühn. Sowohl Janine als auch Jasmina haben aufgrund ihrer guten Leistungen bereits Einsätze in der Vorbereitung für unsere erste Mannschaft bekommen.
Aber auch die Spielerinnen des „echten A-Jugendjahrgangs“, die in der zweiten Mannschaft aktiv sind, trugen natürlich zum guten Abschneiden bei. Dabei sticht Yasmin Will heraus, die mit 31 Treffern in den vier Spielen als Rechtsaußen beste Torschützin beim BSV war, gefolgt von Leona Moritz und Jasmina Gierga mit jeweils 24 Toren.
Trainer Jörg Heinrich
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