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Nach dem Abpfiff in der Weststadthalle war den Zwickauerinnen die Enttäuschung deutlich anzusehen. Die klare 18:25 (9:15) Niederlage war so gar nicht nach den Vorstellungen vom Trainerduo und Team. Zu deutlich waren dabei nach wie vor die Baustellen im Spiel des Liganeulings. Zumal man sich sehr gewissenhaft auf die HSG Bensheim/Auerbach vorbereitet hatte. Beste Werferinnen auf Seiten der Zwickauerinnen waren Chantal Wick und Petra Nagy mit je 4 Toren und bei den Gastgeberinnen Lisa Friedberger mit 5 Treffern, davon zweimal vom Punkt.

Vor 510 Zuschauern, darunter auch die „Eiserne-Garde“ aus Zwickau und Nationaltrainer Henk Gröner, starteten beide Teams etwas zerfahren, technische Fehler und unkonzentrierte Abschlüsse führten zu einer mangelnden Torausbeute. Sechs Tore (3:3/9.) sind beim Handball nicht normal, dabei war die 3:2 Führung durch Diana Dögg Magnusdottir die erste und leider einzige Führung der Zwickauerinnen.

Mit sieben Toren in Folge zum 10:3/19. gelang den Gastgeberinnen praktisch die Vorentscheidung in dieser Begegnung. Ausschlaggebend dafür war eine kompromisslose Abwehrarbeit, ein schnelles Umschaltspiel, sowie robustes Positionsspiel. Damit sind im Wesentlichen auch die Unterschiede zum Team aus Sachsen aufgezeigt. Auch die Tatsache das Zwickaus Trainer Norman Rentsch nach 15 Minuten seine Damen schon das zweite Mal zum Gespräch bat, zeigt dessen Unzufriedenheit. Eine entscheidende Änderung bewirkten sie leider nicht. Zwickau bekam bis zu Pause keinen Zugriff auf das Spiel mehr.

Auch in der zweiten Spielhälfte änderte sich auf der „Platte“. Bensheim startete gut und setzte sich weiter auf (18:9/35. ab. Die Folge - das Spiel plätscherte vor sich hin und der Abstand im Ergebnis änderte sich nicht nennenswert. Dabei sollte man auch positiv erwähnen, dass die Zwickauerinnen sich nicht hängen ließen und weiter über Kampf, aber auch gelungene Angriffsaktionen sich gegen die Niederlage und einige Entscheidungen der Unparteiischen stemmten. Das man das erste Mal unter 30 Gegentoren blieb war nur ein schwacher Trost, allerdings ist mit 18 eigenen Treffern auch kein „Blumentopf“ zu gewinnen.

So viel das Statement von BSV-Trainer Norman Rentsch auch etwas ernüchternd aus: "Wir haben von der ersten Minute an nicht die nötige Durchschlagskraft und Tempo in unser Spiel gebracht, sind nicht so in die Lücken gestoßen, wie wir uns die ganze Woche vorbereitet haben. Das ist umso trauriger, weil wir viel in das Spiel investiert haben. Auf den guten Aktionen werden wir aufbauen und weiter konzentrieren. An den Fehlern müssen wir weiter hart arbeiten. Vor allem im Rückraum müssen wir schnellstmöglich konstantes Erstliganiveau erreichen. In dieser Beziehung geht schon ein Vorwurf an das Team. Dessen ungeachtet - Glückwunsch an Heike und an Bensheim – sie haben verdient gewonnen.“

Seine Kollegin - HSG-Trainerin Heike Ahlgrimm analysierte den Sieg ihrer Mannschaft so: "Wir haben uns am Anfang sehr schwergetan, die Verunsicherung aus der Niederlage im Spiel gegen Neckarsulm war schon groß. Wir wollten heute unbedingt gewinnen, da haben wir am Anfang etwas übersteuert und zu viele Fehler gemacht".

Spiel-Statistik-Zwickau: Zenner, Kurzke, Szott; Wick (4), Hausherr (3/1), Rösike (1), Magnusdottir (2), Adams (1), Fege (1), Nagy (4), Stojkovska, Choinowski (1), Pester, Hrvatin (1), Frankova, Ertl

Strafwürfe:                 HSH   4/1        BSV  2/1

2 Minuten-Strafe:      HSG   1            BSV   6

Schiedsrichter: Fabian Baumgart, Sascha Wild       

Kampfgericht: Sarah Peitz, Miriam Jarke