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SH Neuplanitz / Foto: Ralph Köhler

Der Neubau soll kommen, die Sanierung des Altbaus muss warten. Selbst wenn der Stadtrat Ende Mai zustimmt, gibt es bei der Finanzierung aber noch offene Fragen. 

Von Frank Dörfelt / 15.05.2021 in der Freien Presse / Verein

Zwickau – An der Sporthalle in Neuplanitz gibt es Neuigkeiten. Die jedoch gehen weit über das gerade angebrachte neue Schild am Eingang, das den Sportstättenbetrieb als Betreiber ausweist, hinaus. Am 27. Mai soll der Zwickauer Stadtrat, über die von der Verwaltung vorgelegten neuen Pläne zur Zukunft des Ballsportzentrums beraten…… und zustimmen, wenn es nach dem Rathaus geht.

Ein neuer Grundsatzbeschluss ist nicht vorgesehen. Vielmehr wurde das aus dem Jahr 2017 stammende Papier lediglich überarbeitet. Das hatte unter anderem die Fraktion Bürger für Zwickau gefordert. Die Gegebenheiten hätten sich seitdem geändert, sagte Fraktionschef Christopher Kühn.

Das Rathaus will an Neuplanitz festhalten. Der Standort sei der am „weitesten Voruntersuchte“, wie es in der Begründung heißt. Zuletzt hatten unter anderem Michael Luther (CDU) und Fritz Binder (FDP) eine Fläche in der Nähe der GGZ-Arena in Eckersbach als Standort in die engere Wahl genommen, bedeute das eine Projektverzögerung von mindestens einem Jahr. Fünf Varianten zur Umsetzung und Finanzierung des Sporthallenbaus wurden untersucht, darunter eine Übergabe an einen Generalunternehmer sowie Leasing- und Mietmodelle. Die jedoch bringen laut Stadt mehr Nach- als Vorteile. Übrig blieb schließlich die Überarbeitung des alten Beschlusses.

Entstehen soll laut den Plänen eine 65 Meter lange und 51 Meter breite Dreifach-Sporthalle mit Flachdach und 1330 Sitzplätzen auf zwei Längs- und einer Quertribüne, sowie 140 Stehplätzen, außerdem 15 Plätze für Rollstuhlfahrer mit je einer Begleitperson.

Beim ehemals geplanten 24-Millionen-Projekt, geht die jetzige Beschlussvorlage für den Neubau von Kosten in Höhe von 17,5 Millionen Euro aus. In dieser Summe enthalten sind ein zweigeschossiger Funktionsbau, indem unter anderem die die Räume für Technik, Umkleide-, Sanitär-, Doping- und Physioräume untergebracht werden sollen. Der Bau stellt zugleich die Verbindung zwischen der Bestandshalle und dem Neubau dar. Ohne Fördermittel wird die Realisierung des Vorhabens allerdings sehr schwer. Derzeit kann die Stadt 12 Millionen Euro Eigenmittel aufbringen, geht aber von einer 50% Fördersumme aus. Gebaut wird aus diesem Grund auch nur, wenn die Fördermittel zur Verfügung stehen. Umsetzen soll das Großprojekt die Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau, die schon 2017 vom Rat dafür beauftragt wurde.

Die neue Halle ist nicht nur für den leistungsorientierten Sport wichtig, auch wenn die Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau, seit letzter Woche Aufsteiger in die 1.Liga, am sehnlichsten darauf warten und auch angewiesen sind. Die vorgegebenen Auflagen des Dachverbandes für die 1. und 2.Liga, müssen bis zur Saison 2025/26 umgesetzt werden. Aus diesem Grund hatte der BSV in den letzten Wochen vermehrt darauf aufmerksam gemacht.

Die geänderte Planung sieht nun den Baubeginn für Anfang 2023 und die Fertigstellung im folgenden Jahr vor. BSV Präsidentin Sylvia Wössner sieht diese Planung als gute Lösung und mit dem Verein im Vorfeld besprochen an. „Der Fertigstellungstermin ist zwar als sehr sportlich zu bezeichnen, kann aber auch realistisch sein“, so die Präsidentin weiter. Auch bei eventuellen kleinen Verzögerungen, hofft Frau Wössner auf das Verständnis des Verbandes.